Marktbarometer
SCHWEINE/FERKEL
Rückblick Januar 2026: Der Schweinemarkt in Deutschland litt unter Überhängen nach dem Jahreswechsel. Die Preise für Schlachtschweine fielen auf 1,45 €/kg SG, das niedrigste Niveau seit Beginn des Ukrainekriegs. Belastend wirken saisonal schwache Nachfrage, Kampagnen wie „Veganuary“ und hohe Bestände. Spanien sorgte wegen Exportproblemen für zusätzlichen Druck. Auch der Ferkelmarkt enttäuschte mit einem Mehrjahrestief von 35 €/25 kg, da Mästern die Schlachtschweinepreise zu niedrig erschienen.
Ausblick Februar 2026: Die Versorgung bleibt hoch, dennoch könnten die niedrigen Preise die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Beim Ferkelmarkt wird eine Stabilisierung erwartet, da weniger Importferkel nach Deutschland kommen und niedrige Futterkosten das Preisniveau stützen. Ein leichter Anstieg bei Schlachtschweinen dürfte die Ferkelnachfrage wieder beleben. (Quelle: top agrar)
RINDFLEISCH
Rückblick Januar 2026: Der Rindfleischmarkt zeigte sich im Januar sehr fest, getragen von knappen Schlachtzahlen und starkem Nachholbedarf nach den Feiertagen, was die Preise nochmals leicht nach oben schob. Gegen Monatsende kehrte jedoch etwas Ruhe ein, da die hohen Preise zunehmend auf die Nachfrage im Handel drückten.
Ausblick Februar 2026: Für Februar wird überwiegend eine stabile Marktlage auf hohem Niveau erwartet. Das knappe Angebot erhöht die Preise weiterhin. (Quelle: top agrar)
PUTENFLEISCH
Rückblick Januar 2026: Seit November 2025 wurden in Deutschland weniger Puten geschlachtet, sodass das Angebot knapp war. Putenfilet wurde auf Ladenstufe kaum beworben, die laufende eingeschränkte Erzeugung fand aber zügig ihre Abnehmer. Die Großhandelspreise blieben überwiegend stabil. Insgesamt blieb der Putenmarkt in der zurückliegenden Kalenderwoche ohne nennenswerte Veränderungen.
Ausblick Februar 2026: Auch im Februar ist mit einer überschaubaren Angebotsmenge zu rechnen, die weiterhin schnell abgesetzt wird. Die Nachfrage wird sich voraussichtlich eher zurückhaltend entwickeln, da die begrenzte Produktion das Marktgeschehen bestimmt. (Quelle: gefluegelkompakt)
HÄHNCHENFLEISCH (Frischfleisch)
Rückblick Januar 2026: Der Hähnchenmarkt blieb stabil, die Preise für Griller und lose Hähnchenbrust haben sich gehalten. Die Nachfrage war für die Jahreszeit lebhaft, besonders durch die Vorbereitungen für das Saisongeschäft mit marinierter Ware. Trotz regional niedrigerer Lebendpreise blieb das Marktgeschehen insgesamt ausgeglichen.
Ausblick Februar 2026: Hähnchenfleisch bleibt fest, unterstützt durch konstante Verbrauchernachfrage und Handelsaktionen. Mit dem Beginn der Grillsaison und saisonalen Aktivitäten ist ab März mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen, was das Preisniveau zusätzlich stützen dürfte. (Quelle: top agrar)
FUTTERMITTEL
Rückblick Januar 2026: Der Mischfuttermittelmarkt zeigte sich zu Jahresbeginn weitgehend stabil, jedoch mit teils unterschiedlichen Entwicklungen bei den eingesetzten Komponenten. Steigende Kosten bei Rapsschrot und knappen Faserträgern wie Melasseschnitzeln führten zu festeren Preisen, während Sojaschrote besser verfügbar waren und leicht preislich nachgaben.
Ausblick Februar 2026: Auch im Februar bleibt der Markt insgesamt stabil, da die Nachfrage der landwirtschaftlichen Betriebe ruhig ist und viele Produzenten ihre Winterversorgung bereits gesichert haben. Preisdruck könnte weiterhin von knappen Komponenten wie Rapsschrot und Faserträgern ausgehen, während besser verfügbare Stoffe wie Sojaschrot leichte Entspannung bieten. (Quelle: top agrar)
RAPS
Rückblick Januar 2026: Am Rapsmarkt hatte der Höhenflug zum Monatsende zunächst eine Pause eingelegt, ehe die Kurse wieder anzogen. Unterstützt wurden die Preise durch politische Entwicklungen im Nahen Osten, Berichte aus Argentinien über verbesserte Bodenfeuchtigkeit sowie hohe Ernteprognosen in Südamerika, während Frost in Deutschland zu kurzfristigen logistischen Beeinträchtigungen führte.
Ausblick Februar 2026: Im Februar rückt die neue Ernte verstärkt in den Fokus und die Nachfrage der Ölmühlen hält an. Die Großhandelspreise folgen den gestiegenen Börsenkursen nur zögerlich, während Wetter- und Produktionsentwicklungen weiterhin den Markt beeinflussen. (Quelle: top agar)
KARTOFFELN
Rückblick Januar 2026: Die Erzeugerpreise für Kartoffeln blieben weitgehend stabil, nur im Westen gab es vereinzelt leichte Aufschläge, da Flächen- und Kistenläger aktiviert wurden. Insgesamt überstieg das Angebot weiterhin die Nachfrage, wodurch flächendeckende Preiserhöhungen nicht durchgesetzt werden konnten.
Ausblick Februar 2026: Auch im Februar wird zunächst eine stabile Preisentwicklung erwartet, da das Angebot weiterhin groß ist und die Nachfrage nur langsam Impulse zeigt. Hoffnung besteht auf steigende Exporte, sobald die Bestände in den Importländern aufgebraucht sind. (Quelle: top agrar)
EIER
Rückblick Januar 2026: Der Eiermarkt startete außergewöhnlich stark ins Jahr 2026, die Konsumnachfrage lag auf sehr hohem Niveau und überstieg teilweise die verfügbare Menge. Packstellen waren häufig leer, da alles Verfügbare zur Versorgung der Kunden eingesetzt wurde, zusätzlich belastet durch Herdenwechsel, Bestandsreduzierungen und die Auswirkungen der Aviären Influenza.
Ausblick Februar 2026: Für Februar bleibt die Nachfrage hoch, während die Versorgung weiter herausfordernd ist. Kurzfristige Entspannung ist kaum absehbar, die Marktpreise bleiben stabil bis freundlich, gesteuert vom Verhalten der Verbraucher. (Quelle: Weser Ems)
MILCH
Rückblick Januar 2026: Die Milchanlieferung in Deutschland stieg leicht, während kalte Winterwitterung regional die Mengen etwas dämpfte. Flüssigmilch, Magermilch- und Vollmilchpulver zeigten feste Preise, Industriesahne erholte sich und Butter sowie Schnitt- und Hartkäse wurden bei guter Nachfrage stabil gehandelt, unterstützt durch Exportaktivitäten.
Ausblick Februar 2026: Für Februar bleibt die Marktlage stabil bis fest, da die Nachfrage aus Lebensmittelhandel, Gastronomie und Export weiter hoch ist. Engpässe bei Magermilch- und Vollmilchpulver sowie anhaltend starke Nachfrage nach Schnittkäse und Blockbutter dürften die Preise stützen. (Quelle: Butter- und Käse Börse)
BUTTER
Rückblick Januar 2026: Die Meldemengen für abgepackte Butter lagen auf saisonüblichen Niveau, während die Nachfrage nach Blockbutter sehr gut war. Preislich konnte von einer Befestigung gesprochen werden, teilweise unterstützt durch die Erholung der Industriesahne.
Ausblick Februar 2026: Für Februar bleibt die Nachfrage nach Blockbutter stabil, und die Preise dürften auf festem Niveau bleiben. Abgepackte Butter wird voraussichtlich weiter saisonüblich nachgefragt, größere Veränderungen sind nicht zu erwarten. (Quelle: Butter- und Käse Börse)
SCHNITTKÄSE
Rückblick Januar 2026: Die Nachfrage nach Schnittkäse war nach wie vor sehr hoch, viele Anfragen konnten von den Herstellern oft nicht bedient werden. Die eingespielten Mengen für den Lebensmitteleinzelhandel und den Großverbrauch wurden ausgeliefert, die Bestände in den Reifelägern waren aufgrund hoher Warenausgänge gering, die Produktionen voll ausgelastet und preislich blieb es stabil.
Ausblick Februar 2026: Auch im Februar wird die Nachfrage nach Schnittkäse voraussichtlich hoch bleiben, unterstützt durch den Lebensmittelhandel, Gastronomie und Export. Die Produktion bleibt voll ausgelastet, sodass die Preise weiter stabil erwartet werden können. (Quelle: Butter- und Käse Börse)
